Sonntag, 15. September 2013

{Scrapbooking} Layout: Hiding behind

"There's always something behind, hiding." (die Inversion ist übrigens beabsichtigt^^).
Please scroll down for the English Version.

Die  roserote Welt des Scrapbookings (& Bloggens) ?

Wer sich durch die einschlägigen Scrapbooking-Gallerien klickt, hat manchmal den Eindruck, dass die Menschen dort immer gut gelaunt sind, jeder Tag "the best day ever" ist und die Kinder/Kaninchen/Partner immer nur die süßsten Darlings sind. Stempel und Sticker  tragen Aufschriften wie "Oh so happy" , "So blessed","Be awesome" (instead? nein, das nun nicht^^) und dergleichen, für andere Emotionen und Zustände ist meist so wenig Platz wie für eine weitere Rolle Washitape in meinem Regal. Man beginnt zu denken, im Leben dieser Menschen gäbe es nie Probleme und dort wird nicht mal die Butter schlecht, wenn man sie in der Hitze stehen lässt ;) 

Jedoch ist das Leben bisweilen alles andere als rosabezuckert, und es kann schon gar nicht jeder Tag "der Beste" des Lebens sein (argh, dieser Spruch!). Natürlich will man sich beim Scrappen, Dokumentieren etc. meistens nicht auf die negativen Sachen konzentrieren- und die Eigenschaft, das Positive wahrzunehmen und zu würdigen, ist auch eines der Dinge, die ich am Scrappen wirklich gut finde. Und selbstverständlich gibt es auch einige Sachen, die man nicht ins Netz stellen möchte, Themen, die einfach nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Jedoch ändert das nichts an der Tatsache, dass es so gut wie keine Stempel, Sticker etc. gibt, auf denen etwas anderes steht als obiges, obwohl sich die User schon länger in den Foren realistischere und weniger überzogene Phrasen wünschen. Ausnahme: das noch recht neue Set "Nailed it" von Shimelle Laine für Two peas in a bucket, das auf witzige und charmante Weise auch negativen Ausdrücken Raum bietet. Denn ich finde, auch die negativen Sachen, dürfen verscrappt werden. 

Zum einen hat man sonst mit der Zeit das Gefühl, sich von den eigenen Werke zu entfremden oder dass sie nur sehr fragmentarisch sind- zumindest geht das mir so. Zum anderen möchten manche Scrapperinnen ihre Erinnerungen auf für zukünftige Generationen dokumentieren (daher wohl auch der Acid-Free- Trend) und wer alles Negative ausspart hinterlässt letztendlich ein unauthentisches Bild des eigenen Lebens- und das wünscht man sich ja auch nicht. 

Gleiches trifft auch auf das Bloggen zu. Man zeigt hauptsächlich seine Schokoladenseite, die guten Dinge, das Schöne- in bunten und sanften Farben in Szene gesetzt. Und so entsteht leicht der Eindruck, dass das Leben derjenigen nur aus einer Folge von Highlights in Form von Reisen, guten Ideen, schönen Augenblicken und leckerem Essen besteht.
Auch wenn in der Tat manche mit mehr, manche mit weniger Widrigkeiten zu kämpfen haben, so sollten wir nicht vergessen, wenn wir die Bilder anderer, scheinbar perfekter Leben sehen, dass es auch andere Tage gibt, auch Probleme und Schwierigkeiten, die im Verborgenen bleiben, aber trotzdem da sind. 

Wie steht ihr denn zu diesem Thema? Nur positives, schönes scrappen bzw. bloggen oder auch negatives?
English Version:

The wonderful, glittery world of Scrapbookig (& Blogging) ?

When your looking through well-known scrapbooking galleries, you often get the impression, that the people on the pages are always happy, every day is the "best day ever" and the kids/rabbits/partners are always just the cutest darlings (ever^^). Stickers and stamps have sayings like "oh so happy", "so blessed" "be awesome" (instead? nah not really^^) - and often, there's as much space for other emotions as there's space for yet another roll of washi on my craft shelf.

You start thinking, that the lives of these people are totally carefree and that in their world, not even the butter would turn bad, if you left it outside in the heat;)
However, sometimes life is far from being all shiny and glittery and of course, not every day can be "the best day" ever either. Of course, normally you don't really want to concentrate on the negative stuff, when scrapping, documenting ect, and the value of positive aspects is one of the things I really like about scrapbooking. And surely, there are things, that you don't want to put online and that are not meant to be in the light of the public. Nevertheless, it doesn't change the fact that there are really no stamps or stickers that say anything else than the aforementioned phrases....Except:  the rather new set "Nailed it" by Shimelle Laine for Two peas in a bucket, a set which is charming and funny, but "real life", too. Because I think, that negative stuff may and should be scrapped, too. 

Because otherwise, you'll get estranged from your own works or feel like it's too fragmental- at least that's how I see it^^. On the other hand, some scrappers like to document their lives for future generations and want to leave an accurate picture of it, and that is just not only the good things.


The same is true for blogging, too. You show mostly the highlights, the beautiful and inspiring things. And like that one gets the impression that the lives of some bloggers only consist of exciting travels, good ideas, stunning moments and yummy food. 
Surely, some people have to fight more than others with difficulties, but what we shouldn't forget is that when we see pictures of someones seemingly perfect life, that there are other days, too, problems and difficulties, stuff that is hidden behind, but nevertheless it's there. 

What do you think about it? Do you scrap or blog negative stuff, too? 

Kommentare:

Jessica hat gesagt…

Aber wehe, es kommen Sticker mit dem böööösen F*** wort raus, dann gehen die Sonnenscheinscrapper auf die Barrikaden :P
Ich verscrappe regelmässig auch die unschönen Vorkommnisse, man muss es ja nicht immer nach aussen sehen.. Ich würde mich auch über mehr "normale" Sprüche freuen und ncoht immer nur beste/tollste/wunderschönste Sticker, ivh hab zwar mittlerweile gelernt, dass nicht so eng zu sehen, aber ein wenig Abwechslung wär schön :)

Mel Hilger hat gesagt…

Das hast zu sehr schön geschrieben! Ich denke, es liegt einfach in der Natur, über Schöne Dinge öffentlich zu schreiben, freue mich aber auch, wenn ich auch über Negatives Posts lese. Es kommt oft authentischer und sympatischer rüber, weil man vielleicht Parallelen zum eigenen Leben findet. Über Negatives zu schreiben macht aber in gewisser Weise auch verletzlich und jeder sollte selbst entscheiden, wie persönlich jemand in seinem Blog wird. Wenn ein Blog gut gemacht ist, finde ich es nicht schlimm, wenn er etwas "oberflächlicher" bleibt, denn in der Zeit von Facebook & Co. finde ich es schon recht erschreckend, wie offenherzig manche auch mit sensiblen Themen sind...

Lieben Gruß
Melly

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